Aktulles im Bergischenland
Geruest-Arbeiten an der
Schwebebahn gehen in die Vollen
Wuppertal. 850 Winkel aus Stahl,
dazu noch etwa 7000 Schrauben und Bolzen - und das bei einem
Material-Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen: Wer nach einem
chirurgischen Eingriff solche Mengen in seinem Rueckgrat traegt,
kann im Grunde genommen nicht von dieser Welt sein. weiter
06.03.2010
Konsens zum Kormoran
(ms) Oberbergischer Kreis. Ein jahrelanger Streit zwischen Anglern und Naturschuetzer um den Umgang mit Kormoranen scheint beigelegt zu sein. In einem Arbeitskreis aus ehrenamtlichen Vertretern von Fischerei und Nabu Oberberg unter Vermittlung der Biologischen Station Oberberg (BSO) wurde jetzt ein gemeinsames Positionspapier "Kormoran und Fischschutz" entwickelt.
Am runden Tisch sei es der oberbergischen Arbeitsgruppe gelungen, das emotionsgeladene Thema Kormoranschutz und Fischhege zu versachlichen. Festgehalten wurde: "Fische und Voegel sind gleich schutzwuerdig!" Und der Natur-, Tier- und Artenschutz hoere nicht an der Wasseroberflaeche auf. Die Erhaltung der heimischen Fischfauna in ihren Lebensraeumen sei ein wichtiges Ziel des Naturschutzes.
Die seit den 90er-Jahren gewachsene Kormoranpopulation habe sich das Bergische Land durch Nutzung von Staustufen, Talsperren und abschnittweise auch der Fliessgewaesser als Lebensraum erschlossen. Im Gegensatz zum Graureiher sei der Kormoran nicht als urspruenglich im Oberbergischen heimische Vogelart anzusehen. Auch deshalb koennten Kormorane die heimischen Fischarten so sehr dezimieren, dass ihr Bestand gefaehrdet sei: wie Aesche, Bachforelle und Aal. Der dadurch bedingte Verlust des "lokalen Genpools" sei nicht ersetzbar.
Waehrend die heimischen Fische unter der Naehrstoffbelastung und Strukturmangel der oberbergischen Baeche leiden, beguenstige das den Kormoran. Und wenn jetzt noch die Staustufen und Talsperren zugefroren waren, dann weichen die Kormorane auch noch auf die Baeche aus: Dort koenne man die Fische nicht durch "Vergraemung" der Voegel schuetzen.
Dem Arbeitskreis ist klar, dass sich das "Kormoranproblem" nicht auf oberbergischer Ebene loesen lasse. "Was sich aber anpacken laesst, ist die Verbesserung des Zustandes der Baeche und Fluesse." So koennten Gewaesserstrecken renaturiert werden. Angler, Naturschuetzer, Behoerden und Wasserverbaende koennten gemeinsam wesentliche Verbesserungen erreichen. Und schliesslich haetten ja alle das gleiche Ziel: "Eine intakte und vielfaeltige Natur fuer uns und unsere Nachkommen zu erhalten."
05.03.2010
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( Das Radioteam )
Feb. 26, 2009