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Sexuelle Aufklaerung im Vatikan

Canisius-Kolleg, Domspatzen, Odenwaldschule: Der Missbrauchskandal in der katholischen Kirche weitet sich aus. Nun macht sich auch der Vatikan fuer eine schonungslose Aufklaerung stark.

Der Vatikan will Klarheit und Gerechtigkeit fuer Missbrauchsopfer in katholischen Einrichtungen. Das geht aus einer Notiz der vatikanischen Tageszeitung  - Osservatore Romano - (Samstag) hervor, die sich auf die Missbrauchsfaelle in Deutschland und dabei vor allem auf die betroffenen Regensburger Domspatzen bezieht. Der Heilige Stuhl unterstuetze die Dioezese in deren Bemuehungen, im Sinne der Vorgaben der Deutschen Bischofskonferenz die schmerzliche Frage entschieden und in offener Weise zu untersuchen», heisst es darin.

Vatikan will schonungslos aufklaeren

Hauptziel sei dabei die Gerechtigkeit fuer moegliche Opfer. Der Vatikan hoffe auf Klarheit auch in anderen oeffentlichen und privaten Einrichtungen, wenn das Wohl der Kindheit wirklich allen am Herzen liegt. Diese Stellungnahme begleitet eine Erklaerung des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Mueller: Die in Erinnerung zurueckgerufenen  Missbrauchsfaelle dort betraefen nicht die Zeit, in der der Papst-Bruder Georg Ratzinger die Domspatzen geleitet habe (1964-1994).
In Italien hatten die deutschen Missbrauchsfaelle schlagartig mehr Aufmerksamkeit erlangt, als bekanntwurde, dass es auch um die Regensburger Domspatzen geht, die vom Papst-Bruder geleitet wurden.

Mehrere fruehere Regensburger Domspatzen, die sexuell missbraucht oder koerperlich misshandelt wurden, sind nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel bei Therapeuten im Muenchner Raum in Behandlung. Ein Betroffener aus dem Allgaeu habe von grausamen Ritualen im Internat Etterzhausen berichtet, einer Vorschule fuer juengere Schueler, aus dem sich Regenburgs Domspatzen rekrutierten. Dort habe Ende der 1950er Jahre der Direktor, ein katholischer Priester, haerteste Strafen verhaengt. So habe er oft auch in seinen Privatraeumen ein Nacktpruegeln betrieben, bei dem sich die acht- bis neunjaehrigen Kinder entbloessen mussten und Schlaege mit der Hand bekamen.

Schwere Vorwuerfe Ehemaliger

Der Regisseur und Komponist Franz Wittenbrink, der bis 1967 im Regensburger Internat der Domspatzen lebte, sprach dem Bericht zufolge von einem ausgekluegelten System sadistischer Strafen verbunden mit sexueller Lust, das dort bestand. Der damalige Internatsdirektor habe sich abends im Schlafsaal zwei, drei von uns Jungs ausgesucht, die er in seine Wohnung mitnahm. Dort habe es Rotwein gegeben und der Priester habe mit den Minderjährigen masturbiert. Jeder wusste es, sagte Wittenbrink, ein Neffe des damaligen bayerischen Ministerpraesidenten Alfons Goppel (CSU).

Warum der Papstbruder Georg Ratzinger, der seit 1964 Domkapellmeister war, davon nichts mitbekommen haben soll, ist mir unerklaerlich.In seinem Jahrgang habe ein Mitschueler kurz vor dem Abitur Selbstmord begangen.

06.03.2010

Gepostet by Thomas Gaida,

 

 

Weitere Enthuellungen erwartet

 

Im Missbrauchskandal in der katholischen Kirche werden heute weitere Enthuellungen erwartet. Seit gestern ist bekannt, dass es auch bei den weltberuehmten Regensburger Domspatzen in frueheren Jahrzehnten Faelle von Missbrauch gegeben haben soll.

05.03.2010

Gepostet by Thomas Gaida,

 

Schulleiter tritt zurueck

 

Im Zuge der Missbrauchsvorwuerfe gegen Moenche im Kloster Ettal ist nun auch der Leiter der Klosterschule, Pater Maurus Krass, zurueckgetreten. Er folgt seinem Abt, der mit seinem Ruecktritt bereits die Verantwortung fuer den Skandal uebernommen hat.

Nach dem Bekanntwerden von Missbrauchsvorwuerfen gegen Moenche des oberbayerischen Benediktinerklosters Ettal ist nun auch der Leiter der Klosterschule, Pater Maurus Krass, zurueckgetreten. Er uebernehme damit wie Abt Barnabas Boegle die Verantwortung fuer das Nichteinhalten der bischoeflichen Leitlinien zum Umgang mit Vorwuerfen sexuellen Missbrauchs Minderjaehriger durch Geistliche, teilte das Erzbischoefliche Ordinariat in Muenchen mit. Krass war auch Prior der Abtei. In einem Kloster, dem ein Abt vorsteht, ist der Prior laut Klosterangaben der Stellvertreter des Abtes.

Konkret geht es dem Fall um eine Verletzung der Meldepflicht von Vorwuerfen sexuellen Missbrauchs aus den Jahren 2003 und 2005. Pater Maurus habe es jeweils unterlassen, den Bischoeflichen Beauftragten der Erzdioezese ueber die Vorwuerfe in Kenntnis zu setzen.

Den Missbrauchsvorwuerfen gegen Moenche in Ettal geht inzwischen die Muenchner Staatsanwaltschaft nach. Insbesondere werde gegen einen Klosterangehoerigen ermittelt, dessen mutmassliche uebergriffe auf Kinder noch nicht verjaehrt seien, teilte die Staatsanwaltschaft Muenchen II am Donnerstag mit. Das Kloster Ettal setzte einen Anwalt als unabhaengigen externen Sonderermittler ein.

Artikel vom 26.02.2010

05.03.2010

Gepostet by Thomas Gaida,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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( Das Radioteam )

 

Feb. 25, 2009

Gepostet by Thomas Gaida,